Der Umgang mit dem Feuer im Mittelalter: Kochen, Heizen, Hausbau und Brandschutz im Blickfeld von Archäologie und Geschichte

Zusammenfassung des Vortrags der NGB-Jahresversammlung vom 25. Mai 2013

Das Gebiet des heutigen Kantons Bern ist eine seit Jahrtausenden besiedelte Kulturlandschaft, reich an historischen Zeugnissen vom Leben unserer Vorfahren, Städten, Kirchen, Klöstern und Wohnbauten. Vieles ist aber im Lauf der Jahrhunderte durch Abbruch, Brand oder Krieg untergegangen.

Der Umgang mit dem Feuer im Mittelalter
Image: NGB

Spuren dieser nicht mehr sichtbaren Vergangenheit haben vielerorts im Verborgenen überlebt. Zum einen liegen unter Strassen, Plätzen und Feldern der heutigen Landschaft, aber auch hinter jungen Fassaden, modernen Verputzen und Tapeten bestehender Gebäude, archäologische Befunde in Form von Mauern, Holzbalken, Fundamenten, Schichten, Gruben und Gräbern. Zum anderen sind in diese Schichten und Gruben Funde wie Tonscherben, Bruchstücke von Glas, Knochen und Metallgegenstände eingelagert. Kurz: Unter dem Strassenpflaster und hinter den Tapeten schlummert ein historisches Archiv voller ungelesener archäologischer «Urkunden». Diese Urkunden zu bergen und zu lesen, ist der Zweck von archäologischen Ausgrabungen oder Bauuntersuchungen.

Autor: Armand Baeriswyl

Pages: 77-86

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